Ein Throwback aus letztem Jahr

Dieses Bild von Marli und die damit verbundenen Erinnerungen sind ein wichtiger Throwback aus letztem Jahr. Juni 2017. Da, wo alles begann.
Wir hatten zusammen das erste mal seit Jahren wieder 3 Wochen Urlaub zusammen in Spanien gegönnt. 3 Wochen zusammen sein, Entspannung, Familytime, mit viel Sommer, Sonne und Meer.
Alles kam anders, wir hatten den schlimmsten Streit unserer gesamten gemeinsamen Zeit und es war klar, das können wir jetzt ordentlich vor die Wand fahren.
Wer waren wir geworden? Was war aus uns als Paar geworden? War das das Leben, das wir uns wünschten? Waren wir die Eltern, das Paar, die Menschen, die wir sein wollten? Wir standen voreinander und es fühlte sich alles falsch an. Wir waren nicht mehr wir. Die Elternschaft hatte uns verändert, jeder lebte täglich sein Leben und in den 3 Wochen merkten wir das total. Wir „funktionierten“ nicht mehr zusammen wie vorher. Ehrlich gesagt hab ich IMMER gedacht, wie kann einem das passieren. Wieso gibt man nicht auch als Paar auf sich Acht und lässt es erst gar nicht soweit kommen – merkt man doch.

Mit dicken Tränen in den Augen

Tja, und so standen wir in L‘Escala in einer Gasse voreinander mit dicken Tränen in den Augen. Genau das war UNS passiert.
Der Schmerz war heftig und wir beiden hatten an dieser Wahrheit zu knabbern.
Wir wollten beide, dass wir wieder #suseundmuh sind. Natürlich waren wir inzwischen Eltern, die Zeit brachte Veränderungen mit sich, wir entwickelten uns weiter und es würde nicht wieder so werden wie vor den Kindern. Das war uns klar. Aber da musste trotzdem noch mehr sein, wir mussten uns neu finden. Und das wollten wir beide. Nie im Leben würden wir uns einfach aufgeben. Nie war es vorstellbar, dass es UNS nicht mehr geben könnten. Wir gehörten zusammen. Für immer #suseundmuh
Das mag vielleicht mega kitschig klingen, aber so ist es. Wer uns zusammen kennt, weiß das. Wir waren ein Team, Herz an Herz, untrennbar. Und deshalb gab es auch kein Aufgeben, Kopf-in-den-Sand-stecken oder so. Kämpfen. Für den besten Mann der Welt, der mit mir durch alle Lebenslagen gegangen ist, der mich nie hat hängen lassen, der unendlich loyal war, der mich bedingungslos liebte, der mich so glücklich machte, der mich immer wieder überraschte, mit dem ich über alles sprechen, lachen oder weinen konnte, der in mein Innerstes blickte, der meine höchsten Höhen und tiefsten Abgründe gesehen hatte, mit dem ich erwachsen wurde, der mein Seelenmensch war. Den ich über alles liebte. Sowas gibt es nur einmal im Leben, so tief. Der Mann, den ich liebte.

Zeit für neue Pläne

Und wir sind Stehaufmännchen. Wir haben die Abende damit verbracht, Pläne zu schmieden. Uns unsere Wünsche und Ziele aufgeschrieben. Überlegt, was wir wollen und wie wir dahin kommen. Was wir bräuchten, um wieder zueinander zu finden.
Zeit, das war etwas, von dem wir zu wenig hatten und mehr brauchten um uns wieder anzunähern.
So entstand die Idee einer 2 monatigen Auszeit für 2018. Und weniger Arbeiten für Martin, bzw nicht in so einem familienunfreundlichem Korsett. Seine Selbstständigkeit baute er sich nebenberuflich auf. Wir wollten mehr Zeit zusammen haben als Familie und als Paar. Wir fanden unsere Traumbabysitterin, die uns einmal die Woche entlastete.
Dann rückte die Auszeit im Januar 2018 näher und wir freuten uns auf eine intensive Zeit. Wir verbrachten 2 Monate auf Koh Phangan im Golf von Thailand und haben dort eine krasse und intensive Zeit verlebt, die nochmal viel in uns bewegte. Darüber werde ich in einem anderen Post nochmal separat berichten.
Wieder zurück hieß es Wohnung auflösen, Hausrat verkaufen, ins Wohnmobil ziehen.
Es gab viel Aktionismus, ein Ding folgte dem Nächsten.

Es geht weiter

Heute stehen wir hier in Frankreich, machen uns bald auf weiter nach Spanien. Und wir werden wieder nach L‘Escala fahren. Dort, wo alles begann.

Wir arbeiten an uns. Es ist nicht leicht, aber wir wissen wofür wir es machen. Wir haben uns für UNS entschieden. Und wir kämpfen füreinander, weil aufgeben keine Option ist und wir mit einem so festen Band verbunden sind. Es ist noch da. Wir sind es noch. Und wir fühlen es immer mehr, jetzt, wo wir vier alleine unterwegs sind. Fernab von dem äußeren Druck und Regulation, nur wir. Der Fokus liegt auf uns. Was es natürlich auch manchmal nicht so einfach macht. Aber wir sind hier. Zusammen. Und wir wachsen weiter aneinander. Die Momente dieser tiefen Liebe werden mehr.
Wir sind froh, dass wir uns die Zeit, die wir brauchen genommen haben.

Warum ich das hier alles erzähle? Weil nicht immer alles nur schön ist. Weil Beziehung nicht nur aus dauernder Liebe besteht. Weil knapp 14 Jahre eine lange Zeit sind und die nicht ohne Veränderung und Entwicklung verlaufen kann. Weil wir das zusammen rocken wollen. Weil es sich lohnt zu kämpfen #suseundmuh
Weil das echt ist. Unser Leben.

Macht es euch fein.

{ Suse }
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